Nikolaj Medtner (1880-1951) wurde zu Lebzeiten als einer der besten Pianisten weltweit gefeiert. Der "Pianisten-Komponist" geriet jedoch schon wenige Jahre nach dem
Zweiten Weltkrieg rasch in Vergessenheit.
Sein Werk ist interessant, ausgesprochen klangvoll, pflegt in Form und Ausdruck eine spätromantische Musiksprache und ist den russischen Traditionen des 19.
Jahrhunderts eng verbunden. Sein Werk steht Glasunow, Skrjabin und Rachmaninow sehr nahe.
Dass Medtner als "russischer Brahms" bezeichnet wird, kommt nicht von ungefähr, führt er doch die Virtuosität und dichte Satzweise von Schumann und Brahms
fort.
Von sich selbst sagt er: "Ich wurde 1879 mit einem Jahrhundert Verspätung geboren."
Sergej Rachmaninow sagte zu ihm 1921: "Sie sind meines Erachtens der größte Komponist unserer Zeit."
Erst in den letzten Jahren ist eine - vor allem sehr junge - Pianisten-Szene zunehmend auf Medtner aufmerksam geworden und erschließt sein feinsinniges Werk im Konzert wie auf Tonaufnahmen renommierter Labels.
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